Was ist HEIMSTÄRKE?

Die Idee für das Projekt HEIMSTÄRKE entstand im Jahr 2015 auf Initiative der SAP, die aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen bereits vielfältige Unterstützung für Flüchtlinge sowohl in den Herkunftsländern der Flüchtlinge in Afrika und im Nahen Osten, auf den Fluchtrouten, wie z.B. auf dem Balkan, und in den Ankunftsländern, wie z.B. hier in Deutschland, zur Verfügung gestellt hatte. Wegen der Sport- und gerade Fußballbegeisterung vieler Flüchtlinge lag es auf der Hand, ein Fußballprojekt auf die Beine zu stellen, für das Anpfiff ins Leben, ein Partner mit langjähriger Erfahrung in der pädagogischen Arbeit, und die großen Vereine in der Region, nämlich die TSG 1899 Hoffenheim, der SV Sandhausen und der FC-Astoria Walldorf gewonnen werden konnten, die das Projekt durch ihre Kompetenzen und infrastrukturellen Ressourcen bereichern -> Projektpartner  

 

So werden auf den Kunstrasenplätzen an den drei Standorten Hoffenheim, Sandhausen und Walldorf nun Fußball-Trainingseinheiten im Rahmen von HEIMSTÄRKE angeboten, in denen neben den Aspekten Sport und Spaß vor allem viel Wert auf Sprache gelegt wird. Um sich nämlich auf dem Platz besser verständigen zu können, wird sich vor dem Training im Seminarraum getroffen und Fußball-Deutsch gepaukt, angefangen von den Grundbegriffen aus den Bereichen Spielfeld, Aufstellung und Taktik bis hin zu Floskeln wie "das Runde muss ins Eckige" und "ein Spiel dauert 90 Minuten". Dadurch werden die Grundlagen der deutschen Grammatik trainiert, aber vor allem ein Wortschatz angelegt, der eine Integration der Flüchtlinge in bestehende Mannschaften anderer Fußballvereine und damit in die Gesellschaft erleichtert.

 

An allen drei Standorten gibt es zunächst jeweils eine Trainingsgruppe, die sich aus jeweils 16 Flüchtlingen aus den Flüchtlingsunterkünften in der näheren Umgebung zusammensetzen, deren Herkunftsländer Afghanistan, Eritrea, Gambia, Irak, Iran und Syrien sind, wodurch schon innerhalb der Teilnehmergruppe eine hohe Interkulturalität herrscht. Ergänzt wird die Trainingsgruppe durch Einheimische, die aus dem Mitarbeiterkreis der beteiligten Projektpartner oder aber der lokalen Bevölkerung rekrutiert werden, wodurch der integrative Effekt von HEIMSTÄRKE verstärkt wird und Freundschaften oder Patenschaften zwischen Flüchtlingen und Einheimischen entstehen können. Gespielt wird dabei mit Elementen der von streetfootballworld entwickelten football3-Methode, die zu mehr Kommunikation vor, während und nach dem Spiel animiert sowie den Fair Play Gedanken mehr in den Vordergrund ruft, indem sich das Endergebnis nicht nur aus Punkten für die erzielten Tore, sondern auch durch das Einhalten von Regeln ergibt.

 

Durch das Projekt HEIMSTÄRKE sollen den Flüchtlingen nicht nur etwas Spaß und Abwechslung vom eintönigen Alltag in den Flüchtlingsunterkünften geboten, sondern vor allem Deutsch gelernt, Kontakt mit Einheimischen aufgebaut und eventuell auch niedrigschwellige Arbeitsmarkteinstiege vermittelt werden -> Arbeitsvermittlung 

Dies sind nur einige der Erfolgsfaktoren, die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, das das Projekt wissenschaftlich begleitet, gemessen und untersucht werden -> Wissenschaftliche Begleitung